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Schneezentrum Tirol


Unsere Mission – Unsere Vision

Die Tiroler Seilbahnbetriebe nehmen im heimischen Wintertourismus und somit in der Tiroler Wirtschaft eine tragende Rolle ein. Jahr für Jahr  investierten sie beträchtlich in die Modernisierung von Anlagen und in die Beschneiungstechnik, um Einheimischen und Gästen bestmögliche Pistenverhältnisse zu bieten. Zugleich stehen sie vor der Herausforderung, die Ressourcen Wasser und Energie sowohl aus ökologischen, als auch aus Kostengründen schonend einzusetzen. Vor diesem Hintergrund entwickeln im Schneezentrum Tirol die Tiroler Seilbahnen, Tiroler Unternehmen und die Tiroler Forschungseinrichtungen gemeinsam innovative Produkte, Dienstleistungen und Verfahren, mit denen die Effizienz der Schneeproduktion und des Pistenmanagements gesteigert und zugleich der Ressourceneinsatz verringert werden können.

 

Modernste Technik + geringste Ressourcen = Umweltbewusster Wintertourismus

Der Klimawandel und die zunehmend „neo-ökologische“ Entwicklung unserer Gesellschaft fordern ökologisch und ökonomisch verantwortliches Handeln in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen. Unser Ziel ist der Ausbau einer Kompetenzführerschaft auf breiter kooperativer Ebene zum Themenkomplex der technischen Beschneiung und des Pistenmanagements.

Technische Beschneiung


Tirol ist weltweit eine der Top-Skidestinationen und auf Grund seiner Skigebiete mit flächendeckender technischer Beschneiung prädestiniert, die Kompetenzführerschaft für deren ökologische und ökonomische Optimierung auszubauen.

 

Innovations-Gen: Seit den frühen 80-iger Jahren ist Tirol im Mittelpunkt der technischen Entwicklung von Beschneiungsanlagen. Prädestiniert durch die zentrale Lage in den Alpen können die Anlagen direkt vor Ort entwickelt und getestet werden. Deshalb suchen namhafte Erzeugerfirmen von Beschneiungsgeräten sowie Pump- und Leitungssystemen hier einen Standort. Mit einem auf dem Stand neuerster Forschungsergebnisse entwickelten Feldlabor unterstützen wir die Forschung zur Effizienzsteigerung mit dem klaren Ziel, wertvolle Ressourcen zu sparen.

 

Energie + Reinstes Trinkwasser = Technischer Schnee

Die Tiroler Skigebiete verwenden für die technische Schneeerzeugung ausschließlich zertifizierten Ökostrom und reinstes Trinkwasser. Die Betonung von „reinstem“ Trinkwasser ist dabei kein besonderer „Marketing-Gag“, sondern trägt dem Umstand Rechnung, dass das verwendete Trinkwasser aus Sicherheitsgründen zusätzlich mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird. Für die Antwort auf die Frage nach der Effizienz muss aber klargestellt werden, dass in Abhängigkeit von den Umweltfaktoren, vorrangig Wasser- und Lufttemperatur, aber auch der Luftfeuchte, das „Produktionsergebnis“ sehr unterschiedlich ist. Das genaue Verhältnis von den verdunstenden, gefrierenden und flüssig bleibenden Wasseranteilen [siehe Grafik] ist nicht ausreichend bekannt und daher auch nicht die Antwort auf die Frage, wie eine Verbesserung am besten erreichbar ist.

Für die Schneeerzeugung wird unabhängig von den äußeren Bedingungen immer gleich viel Energie benötigt. Die Energiemenge hängt nur vom verwendeten Schneeerzeuger ab. Die Umweltfaktoren bestimmen aber die Effizienz.

Wasser: VERDUNSTET - GEFROREN - FLÜSSIG

Effizienzsteigerung heißt: den gefrorenen Anteil zu steigern

Modernste Sensorik + ideales Testfeld = Freiluftlabor

Um Effizienzmessungen und neue Entwicklungen sicherstellen zu können, bedarf es einer Menge an produktunabhängigen Messgeräten und –verfahren. Dabei handelt es sich im Wesentlichen neben der Erfassung der Strommenge um folgende Parameter:

Luft- & Wasserparameter

Redundant an zwei Messsträngen, um Vergleiche machen zu können, wird die Durchflussmenge, die Temperatur und der Druck hin zum Schneeerzeuger gemessen.

Wetterdaten

Erfasst werden sämtliche wichtigen Wetterdaten: Temperatur, Luftfeuchte, Windrichtung und Wind-stärke, Globalstrahlung (gesamte Energieein-strahlung: Sonnenlicht, UV und IR)

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Schneeanalyse

Letztlich werden die Schneemengen am Messfeld erfasst und Schneeproben genommen, um die Qualität zB. Feuchte und Korngröße zu analysieren.

Schneemanagement


„Big Data“ ist nicht nur ein Schlagwort für große, komplexe, schnelllebige und schwach strukturierte Datenmengen, sondern auch ein Sammelbegriff für digitale Technologien, die eine neue Ära einleiten. Diese Technologien werden wir dazu nutzen, um Management-Werkzeuge für optimale Pisten- und Loipenpräparation zu entwickeln.

 

Mission possibleDie Verknüpfung von Wetterdaten, Wetterprognosen, Klimadaten und den in Skigebieten erfassten Schneedaten, wie Naturschnee- und technische Schneemengen könnte künftig die Pisten- und Loipenschneesicherheit erheblich kostengünstiger und ressourcensparender ermöglichen. Wir arbeiten daher in nationalen und internationalen Projekten wie beispielsweise „Prosnow“ , „Snownet“ oder „FuSE-AT“ an deren Verwirklichung.

 

"Big Data" + Exzellenz = Schneemanagement

Ohne gezielte Grundlagenforschung, wie beispielsweise für besser Wetterprognose, können im Bemühen um ressourcensparendem   Einsatz von Beschneiungstechnologien kaum Verbesserungen erzielt werde. Hier geht es aber auch nicht um die Frage: „Scheint die Sonne, regnet es oder ist es doch nur bewölkt?“ sondern um sehr detaillierte Prognosen. Windstärke und Luftfeuchte rücken in den Fokus, der laienhaft kaum Bedeutung hat. In Abstimmung mit den Usern, zumeist also den Skigebieten wurden und werden hier laufend gemeinsame Entwicklungen und Forschungsarbeiten gestartet.

PROSNOW – Provision of a prediction system allowing for management and optimization of snow in Alpine ski resorts (2017 – 2020)
PROSNOW builds a demonstrator of a meteorological and climate prediction system from one week to several months ahead applied to snow management, specifically tailored to the needs of the ski industry. This novel climate service increases the resilience of mountain stakeholders and supports their real-time climate change adaptation potential. The developed system will be Alpine-wide (France, Switzerland, Germany, Austria and Italy). PROSNOW is an IA funded by the EU/H2020 (SC5-2016-2017/Greening the Economy), and AHC/UIBK in cooperation with Schneezentrum Tirol is one out of 13 partners (coordination: METEO-France).

SNOWNET-AT (2018)
The SNOWNET-AT project aims at fostering the exchange between science and praxis with respect to snow-related research in Austria. Planned activities include several workshops that will be organized to bring together the different partners from science and economy. SNOWNET-AT is funded by the CCCA (Climate Change Center Austria).

FuSE-AT (2018 – 2021)
FuSE-AT aims to extend the official Austrian climate scenarios ÖKS15 by snow-related variables. Based on the latest generation of climate models, snow models and observations, ensembles of snow scenarios will be generated and user friendly information will be derived. Snow indicators will be defined by means of a transdisciplinary mutual learning process. FuSE-AT is designed to serve user needs, has a strong focus on “co-production” of information, and on application of results as basis for designing local climate change adaptation strategies. The project is funded by the Austrian Climate Research Program (ACRP) of the Climate and Energy Funds.

Wir über uns


Im Rahmen der Lebensraum Tirol 4.0 GmbH, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kooperationen zur nachhaltigen Entwicklung des Landes Tirol zu initiieren und zu begleiten, wurde unter anderem das Thema „Alpine Technologien“ als besonders wichtig erkannt. Konkretes Vorhaben ist dabei, die Vorreiterrolle Tirols mit innovativen Produkten und Dienstleistungen weiter auszubauen.

Das Schneezentrum Tirol verfolgt in diesem Rahmen eine für die Rolle Tirols als Wintersportland besonders wichtige Aufgabe: die ökologische und ökonomische Optimierung des Pistenmanagements.

In mehreren Symposien mit nationaler und internationaler Beteiligung von Experten aus allen beteiligten Wirtschaftsbereichen und Forschungseinrichtungen wurden eine große Anzahl an Projektideen erarbeitet, die zur Erreichung der gestellten Aufgabe wichtig sind. Die zwei wesentlichen Teilbereiche sind dabei die Effizienzsteigerung der technischen Beschneiung, um Energie und Wasser zu sparen und das Schneemanagement, um mit den vorhandenen Ressourcen besser haushalten zu können.

"Ich bin überzeugt davon, dass Tirol in seiner Gesamtheit ein Kraftplatz für Menschen ist. Diesen gilt es einerseits zu erhalten, aber andererseits auch verträglich zugängig zu machen bzw. die bestehenden Zugänge zu erhalten. Mit großer Zuversicht können wir feststellen, dass zunehmend "neo-ökologisches" Denken in unserer Gesellschaft dafür die geeigneten Rahmenbedingungen herstellt. Konkret konzentriere ich mich darauf, mit Tiroler Seilbahnen, Technologieunternehmen und der Forschung Lösungsansätze dafür zu erarbeiten, dass Tirol seine Führungsposition im internationalen Wintertourismus nicht nur als Urlaubsdestination, sondern auch als Kompetenzführer im verantwortungsvollen Umgang mit der Natur ausbauen kann." mehr...

Michael Rothleitner

Kontakt


Für Ideen, Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Adresse:

Schneezentrum Tirol am Management Center Innsbruck

THE ENTREPRENEURIAL SCHOOL®

 

Maximilianstraße 2

6020 Innsbruck

Tirol

Tel: +43 512 2070 3254

 www.schneezentrum.tirol

office@schneezentrum.tirol