Brillen mit Seele


In Weißenbach am Lech im Bezirk Reutte produziert die Brillenmanufaktur Rolf Spectacles seine Brillenfassungen und überzeugt dabei nicht nur durch ihr schönes Design, sondern auch durch die verwendeten Materialien und ihre Produktionstechnologie selbst. Die Firma ROLF hat vor 10 Jahren die Herausforderungen angenommen aus dem Naturmaterial Holz Brillen zu fertigen, mit dem Ziel und Bewusstsein, Unikate daraus zu kreieren. Farbe, Struktur, Oberfläche liefert uns die Natur. Doch damit nicht genug, mittlerweile fertigt ROLF sogar Brillen aus Bohnen.


Hinter der Marke Rolf Spectacles stehen Roland und Bernhard Wolf mit ihrem Team, die seit mittlerweile 11 Jahren mit den ungewöhnlichsten Materialien und neuen Techniken experimentieren. Hergestellt werden in der Brillenmanufaktur die verschiedensten Varianten aus Holz, Stein, Titanium, Horn und Schiefer – ganz ohne Schrauben und damit vollkommen wartungsfrei. Und das ist nicht nur nachhaltig, sondern findet auch Resonanz, denn in den letzten Jahren wurde das Unternehmen mit einer Reihe an Auszeichnungen belohnt. Darunter der Silmo d’Or, der German Design Award, der Green Design Award, der Red Dot Award und der Muse Design Award. Seit diesem Jahr neu dabei ist die Kollektion aus Rizinusbohnen. Der Grund: ROLF Spectacles möchte beweisen, dass man aus pflanzenbasierten Werkstoffen noch bessere Fähigkeiten erzielen kann als aus ölbasierten Werkstoffen.

 

Brillen aus Bohnen

Als ROLF Spectacles im Oktober 2017 in der Kategorie Technik und Innovation zum dritten Mal den Silmo d’Or gewann, war das nicht wirklich eine Überraschung, sondern fast zu erwarten. Denn mit der innovativen FLEXLOCK Technologie, mit welcher sich das Unternehmen in Paris beworben hatte, konnte eine neue Ära hochstabiler Fassungen beginnen. Die patentierte Technologie besteht aus einer Gummiverbindung, die es ermöglicht, dass das Gelenk in alle Richtungen ausschwenken kann. Durch den Gummi kann die Kraft, die einwirkt, absorbiert und so das Brechen der Brille verhindert werden. Mit Hilfe dieser einfachen und funktionalen Konstruktion konnte ROLF in eine neue Materialwelt vordringen und die verschiedensten Variationen testen.

 

Neu dabei sind seit diesem Jahr die Substance Modelle, die aus den Bohnen des Rizinusbaums – auch Wunderbaum genannt – gewonnen werden. Produziert werden diese Modelle, indem man mittels 3D-Drucker aus Rizinusbohnen-Pulver weiße Rohlinge druckt, und das ganz ohne den Einsatz von Weichmachern. Die Rohlinge können dann in den verschiedensten Farben beschichtet werden und sind folgend weniger anfällig gegenüber Schweiß und UV-Licht. Anschließend werden sie mit kleinen Steinen glattgeschliffen, per Hand nachbearbeitet und über das FLEXLOCK Gelenk mit den Bügeln zusammengesetzt. Fertig sind die nachhaltigen Bohnenbrillen, die in der Substance Kollektion in 23 Modellen und 6 verschiedenen Farben als Sonnenbrillen oder Gestelle für optische Gläser erhältlich sind.

 

Herkunft, Vernunft und Zukunft

„Der Prozess, wie eine Brille gemacht wird, macht sie umweltfreundlich. Wie viele Zulieferer habe ich und wie viele Kilometer legt meine Brille zurück, bis sie fertig ist? „Hier versuchen wir ganz neue Wege zu gehen. Und ich glaube, dass das auch wichtig ist, denn die sensibilisierte junge Gesellschaft braucht genau solche Produkte – ehrliche Produkte“, erklärt Roland Wolf. Dem Unternehmen ist es wichtig, seine Produkte so regional wie möglich zu produzieren. Die Kartons für die Produktpräsentation kommen aus München und werden in Innsbruck von Bernhard Sanders – einem passionierten Buchbindermeister – geschnitten und geprägt. Alles andere wird in der Manufaktur selbst hergestellt. So liegen zwischen einem Rohling und der fertigen Brille rund 80 Arbeitsschritte, die mehrere Stunden Arbeit und ein hohes handwerkliches Geschick erfordern. Investiert wird zudem viel Zeit und Liebe erschaffen.

 

Für die Region

„Wir haben versucht, generell die Firma so aufzubauen, dass die Wertschöpfung möglichst regional ist. Das bedeutet für uns nicht nur, dass ein nachhaltiges Produkt entsteht, weil wir Holzbrillen machen und einen nachhaltigen Werkstoff haben. Unserer Meinung nach ist Nachhaltigkeit, dass wir hier produzieren und hier Leute zahlen, dass möglichst die Wertschöpfung in der Region bleibt“, fasst Wolf zusammen.

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