Eine Frau, zwei Projekte, ein Ziel


Therese Fiegl hat es sich zum Ziel gemacht, gleich zwei Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit durchzusetzen. Die „Bauernkiste“ und „Tiroler Edle“ unterscheiden sich in den Produkten, sind in ihrer Grundidee jedoch gleich. Die Produkte sollen nachhaltig und unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Im Vordergrund steht der Respekt vor Mensch, Tier und Umwelt.


Therese Fiegl – Die Person hinter den Projekten

„Mir ist es ein großes Anliegen, hochwertige heimische Produkte direkt an die Verbraucher zu vermitteln. Das ist meine Mission“, sagt Therese Fiegl. Diese Mission startete 1997 im 15 Minuten von Innsbruck entfernten Thaur, als sie die Bauernkiste ins Leben rief. Eine derartige bäuerliche Direktvermarktung hatte es bis dahin noch nicht gegeben. Die Innsbruckerin schwamm damals gegen den Strom: Kleinstrukturierte Landwirtschaft statt Großhandel, Regionalität statt importierter Ware, hieß es bei der Bauernkiste.

 

Es dauerte keine fünf Jahre, ehe das nächste Projekt von Therese Fiegl in den Startlöchern stand. Nachdem sie den Konditormeister Hansjörg Haag kennengelernt hatte, entstand die Idee für eine spezielle Schokolade mit heimischen Zutaten: die Tiroler Edle war geboren. Mit dem nachhaltigen Konzept werden nicht nur die Bäuerinnen und Bauern in Tirol unterstützt, sondern auch Menschen in Afrika, wo der Kakao für die Schokolade herkommt.

 

Bauernkiste – Die innovative Direktvermarktung

Von Obst und Gemüse über Fleisch und Milchprodukte bis hin zu Wellnessprodukten finden Kundinnen und Kunden alles, was das „nachhaltige Herz“ begehrt. Die Bauernkiste kann man sich selbst nach Belieben zusammenstellen oder eine bereits zusammengestellte Gemüsekiste – auch im Abo – einfach nach Hause bestellen. Die Kisten enthalten regionale Bauernprodukte und saisonales Obst und Gemüse in bester Qualität. „Wir gehen mit den Jahreszeiten, passen uns ihren Formen, Farben und Launen an“, so Fiegl.

 

Die Devise lautet nämlich: Qualität statt Masse, Frische und Regionalität statt langer, ökologisch bedenklicher Transportwege und Respekt vor der Umwelt und den natürlichen Ressourcen. Neben der Regionalität und Frische zählen auch die Müllvermeidung und das Recycling zu den umweltfreundlichen Vorteilen der Bauernkiste. Die Preise werden von den Erzeugerinnen und Erzeugern selbst festgelegt und es gibt keine Zwischenhändler, womit eine faire Entlohnung garantiert ist. Somit fördern Kundinnen und Kunden durch den Kauf die lokale Wertschöpfung, eine bessere Ökobilanz und regionales Know-how.

 

„Was uns ausmacht, ist harte Arbeit, die Leidenschaft von Bauernfamilien und die Liebe von Menschen zu dem, was sie schaffen“, beschreibt die Geschäftsinhaberin. Bei Hofbesichtigungen können sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild von der dort üblichen Arbeitsweise machen und sehen, woher die Produkte kommen. Diese Information erhalten sie auch durch die Lieferzettel, die der Bauernkiste immer beiliegen. Die Erzeugerinnen und Erzeuger gehen so eine vertrauensvolle Beziehung mit ihrer Kundschaft ein.

 

Tiroler Edle – Edle Herstellung und edler Geschmack

3000 Jahre – so lange ist das Tiroler Grauvieh, eine besondere Rinderrasse, bereits in den Tiroler Bergen beheimatet. Der Name der Schokolade ist an das Tiroler Grauvieh angelehnt, denn die Bäuerinnen und Bauern nennen die Kühe auch „Edle“. Von ihnen kommt die Milch und der Rahm für die Tiroler-Edle-Schokolade. „Die Graukühe können frei entscheiden, wo und wie sie ihren Tag auf der Alm verbringen. Ich finde, das schmeckt man an unserer Schokolade“, meint Fiegl. Der Kakao kommt hingegen aus Ghana, da die Kakaofrucht in Tirol nicht wächst. Der Prozess vom Öffnen und Ausnehmen der Kakaofrucht über die Trocknung bis zur anschließenden Qualitätsprüfung erfolgt durch reine Handarbeit. „Es ist mir besonders wichtig, dass alle Beteiligten fair bezahlt werden und dass niemand ausgebeutet wird“, sagt die Agrarökonomin und fügt hinzu: „Mir geht es gut mit dem Gedanken, dass unser Projekt Tiroler Edle ein kleines Stück dazu beiträgt, dass es den Menschen in Ghana besser geht.“ Deshalb werden die Arbeiterinnen und Arbeiter überdurchschnittlich für ihre Leistung entlohnt.

 

Die restlichen Zutaten kommen aus Tirol, was für den Chocolatier Hansjörg Haag entscheidend für die Herstellung der Schokolade ist: „Ich kann aus dem Fenster schauen und sagen: Alles kommt aus meiner Umgebung. Ich sehe zum Beispiel auf Stanz, wo die Zwetschgen und Birnen herkommen. Ich sehe direkt zu meinem Schnapsbrenner rauf. Ich sehe ins Ötztal, wo wir die Preiselbeeren herhaben oder auf den Grabberg rauf, wo die Minze wächst. Das ist mir wichtig. Was ich von meinem Fenster aus sehe, kommt in die Schokolade.“ Die Qualitätskontrolle erfolgt hier ebenfalls händisch. Jede Schokolade wird von Hand kontrolliert, in recycelbare „Bio-Folie“ eingepackt und abgestempelt. Die Tiroler Edle vereint regionale Rohstoffe, handwerkliches Können und das Bewusstsein für authentische Lebensmittelerzeugung. Das Resultat ist eine köstliche nachhaltige Schokolade.

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