LH Platter: „Sommerinitiative ,Tirol zualosen‘ belebt Gastgärten und unterstützt Volksmusikszene“


26.06.2020 St. Johann in Tirol

Durch die Coronakrise ist es in Tirol ruhig geworden. Jetzt soll traditionelle Tiroler Volksmusik wieder für Lebendigkeit und Geselligkeit in Gastgärten, auf Dorfplätzen und auf Almen sorgen – natürlich unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Deshalb hat das Land Tirol in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Tirol, der Lebensraum Tirol Holding, dem Tiroler Volksmusikverein, Tiroler Sängerbund, Tiroler Blasmusikverband sowie dem Tiroler Landestrachtenverband die Sommeraktion „Tirol zualosen“ ins Leben gerufen. Tiroler Gastronomen und VolksmusikerInnen kooperieren dabei unter dem Motto „zualosen, aufhorchen & aufleben“. Das Land Tirol stellt dafür 200.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Konkret können Gastwirte im Zeitraum von Anfang Juli bis Anfang November mit Unterstützung des Tiroler Volksmusikvereins Veranstaltungen organisieren, wobei bis zu 80 Prozent der KünstlerInnengagen im Rahmen der Kampagne übernommen werden.

Tiroler Gastronomen und VolksmusikerInnen kooperieren unter dem Motto „zualosen, aufhorchen & aufleben“.

Artikel

LH Platter: „Sommerinitiative ,Tirol zualosen‘ belebt Gastgärten und unterstützt Volksmusikszene“

„Die Aktion ,Tirol zualosen‘ ist aus mehrerlei
Hinsicht zu begrüßen: Zum einen beleben wir damit unsere Gastgärten, Almen und
Ortszentren und stärken so die regionale Wertschöpfung, zum anderen leisten wir
einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Tiroler Volkskultur im Wirtshaus und zur
Förderung unserer vielen Volksmusikantinnen und -musikanten. Volksmusik hat
sich in Tirol trotz vielfältiger Einflüsse immer ihre Eigenständigkeit bewahren
können und ist Teil unserer Heimat. Deshalb unterstützen wir jene
Gastronomiebetriebe, die den zahlreichen musikalischen Talenten in Tirol einen
Auftritt ermöglichen und so unsere Kultur erhalten“, erklärt LH Günther Platter. Der für das
Traditionswesen zuständige LR Johannes
Tratter
ergänzt: „Gastronomiebetrieben und heimischen Musikerinnen und
Musikern stehen herausfordernde Zeiten bevor – wir stellen daher gezielte
finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Begleitend sorgen breit gefächerte
Marketingmaßnahmen für die Bewerbung der Veranstaltungen. Alle Wirte, die
Volksmusikerinnnen und -musiker buchen, bekommen zudem Flyer und Plakate zur
Ankündigung des Events bereitgestellt. Die Gastronomie und die Volksmusik haben
eine lange, tief verwurzelte Tradition in Tirol – diese gilt es zu erhalten und
zu stärken.“


Förderung
beantragen

Interessierte Gastwirte können bis spätestens zwei
Wochen vor dem geplanten Veranstaltungstag von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr,
im Büro des Tiroler Volksmusikvereins unter der Nummer 0512 39 55 66 anrufen und
einen Termin vereinbaren. Im Zuge des Termins werden alle organisatorischen
Details – wie etwa Auftrittsort, räumliche Gegebenheiten, musikalische Inhalte,
Ablauf des Auftritts sowie Fördermodalitäten – besprochen. Alle Informationen
unter
www.tiroler-volksmusikverein.at. 


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Statements


Josef
Margreiter
, GF Lebensraum Tirol Holding, ist überzeugt, dass
es besonders jetzt wichtig ist, regionale Kreisläufe und Wertschöpfung zu
stärken: „Deshalb koordinieren wir eine Vielzahl an Projekten, die allesamt darauf
abzielen, Tirol als gesunden Lebens- und Wirtschaftsraum weiterzuentwickeln.
Unsere Programme: ,So schmeckt Tirol‘, ,Wir kaufen in Tirol‘, ,Qualität Tirol‘,
und ‚Es geht Bergauf‘, um nur ein paar zu nennen, haben guten Anklang gefunden.
Mit ,Tirol zualosen‘ wird eine wertvolle Initiative gestartet, welche
beispielgebend für weitere Kulturprojekte mit wirtschaftlicher Synergiewirkung
sein kann.“


Alois
Rainer
, Fachgruppenobmann Gastronomie der
Wirtschaftskammer Tirol, geht es um das Wohlergehen der Gastronomiebetriebe: „Tirols
Gastwirte waren von der Krise und dem damit verbundenen Lockdown besonders hart
betroffen. Umso mehr freut es mich, dass es uns in Zusammenarbeit mit Land,
Lebensraum Tirol Holding sowie den Volksmusikverbänden gelungen ist, für diese
geschüttelte Branche eine einfach zugängliche Förderung ohne große Hürden zu
entwickeln. Es ist wichtig, dass sich Gastronomen jetzt um ihr Kerngeschäft
kümmern und nicht durch unnötige Bürokratie aufgehalten werden.“ 


Peter
Margreiter
, Obmann des Tiroler Volksmusikvereins, sieht es als
eine besondere Ehre, bei diesem Projekt als Koordinator zwischen Gastronomie
und MusikerInnen zu fungieren: „Schließlich heißt es nicht umsonst: Die
Hochschule der Volksmusik ist das Wirtshaus. Es freut uns außerordentlich mit
dieser Initiative die langfristige Belebung der Tiroler Wirthauskultur
unterstützen zu können.“ Der Tiroler Volksmusikverein umfasst über 2.000
Mitglieder, davon rund 80 Volksmusikgruppen, die vermittelt werden können.
Darüber hinaus hat der Verein über sein Netzwerk noch etwa 100 weitere Kontakte
zu Ensembles. „Über die Kooperation mit dem Tiroler Sängerbund, dem Tiroler
Blasmusikverband und dem Trachtenverband können wir zudem auf mehr als 400
Blasmusikkapellen und etliche Chöre zurückgreifen. Da ist garantiert für jeden
Gastwirt etwas Passendes dabei“, ist sich Obmann Margreiter sicher.


 

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